Zertifikat-Module (war: Re: [Lpi-de] Desktop Zertifizierung)
Torsten Scheck
torsten.scheck at gmx.de
Mon Oct 11 11:59:52 EDT 2004
Johannes Loxen wrote:
[...]
> Es wäre kontraproduktiv, nach der Aufteilung in Debian und Rest der Welt bei
> den Paketen nun auch noch eine Zertifikats-Diversifizierung in
> KDE/Gnome/IceWM/WorksformeWM zu bauen.
>
> Viel interessanter wäre es, sich den Aufbau einer zukünftigen
> Novell-Zertifikats-Landschaft anzusehen und dann zu überlegen, wie sich LPI
> demnächst "zwischen" Novell und Red Hat positionieren will. Das sind m.E.
> existenziellere Fragen ...
[...]
Wenn Lernziele und die Prüfungen eine feste Einheit bilden, muss eine
LPI-Prüfung nicht auf die bereits vorhandenen Kenntnisse eines
Kandidaten eingehen. Zur Verdeutlichung: Die Aufgabe der Prüfung ist
dann nicht, bei jedem korrekt zu ermitteln, ob er Linux-Sysadmin ist
oder nicht. Stattdessen wird geprüft, ob der Kandidat die Lernziele
erreicht hat, die gemäß LPI ein Linux-Sysadmin haben sollte.
Selbst gestandene Administratoren werden dann einen Blick auf die
Lernziele werfen und gegebenenfalls Lücken schließen müssen. Der Vorteil
eines solchen Ansatzes ist dass keine Module (z.B. DPKG/RPM) nötig sind.
Ich persönlich bin nicht sehr glücklich mit der momentanen Aufteilung in
Module, die wohl den Systemadministratoren aus der Praxis entgegenkommen
soll.
Außerdem benötige ich persönlich täglich beide Paketmanager. Und mit
apt-get-Alternativen für RPM oder dem Gentoo-System stellt sich oft die
Frage, warum es nur zwei Module gibt.
Die grundlegenden Aktionen und Abfragen sind bei den
Paketmanager-Lösungen sehr ähnlich. Wenn man es schafft, einen Großteil
des Wissens allgemein zu behandeln und nur auf die wichtigsten
Anwendungen von rpm, dpkg etc. konkret einzugehen, dann hält sich der
Lernaufwand in Grenzen und man kann auf Module verzichten.
Mir geht es hierbei allerdings nicht nur um Paketmanager. Wie Johannes
schon geschrieben hat, sollte die Ausrichtung von LPI für LPIC klar
definiert sein, um sich im Zertifizierungsbereich stabil positionieren
zu können.
Meine persönliche Herangehensweise wäre also, sich nicht in Modulen und
Anwendungen zu verstricken, sondern so allgemein und breit wie möglich
zu sein.
Sowohl im Bereich LPIC als auch in einem möglichen
Desktop-Zertifizierungs-Programm.
Torsten
--
Torsten Scheck <torsten.scheck at gmx.de> Jabber:torsten at i0i0.de
GnuPG 1024D/728E 6696 F43D D622 78F1 F481 45C0 2147 69AB DD54
software engineer:open standards/access/knowledge:enthgnusiast
More information about the lpi-de
mailing list